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Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ölmarkt im Aufwind – Erwartungen und Unsicherheiten prägen den Preis

In dieser Woche sind die Rohölpreise zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Grund dafür ist die Erwartung eines Angebotsdefizits im nächsten Quartal. Die OPEC+ hat zwar angekündigt, die freiwilligen Zusatzkürzungen ab Oktober zurückzufahren, dies aber von der Marktsituation abhängig gemacht.

Marktteilnehmer erwarten, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen bis Jahresende zweimal senken wird, trotz anderslautender Prognosen der Fed-Mitglieder. Schwache US-Konjunkturdaten haben diese Erwartung gestützt, da Zinssenkungen die Konjunktur und somit die Ölnachfrage ankurbeln könnten.

Laut den kürzlich veröffentlichten DOE-Daten stieg die Ölnachfrage in den USA deutlich an, nachdem sie zu Beginn der Fahrsaison enttäuscht hatte. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Trend den Sommer über anhält. Vivek Dhar, Analyst bei der Commonwealth Bank of Australia, sieht eine angespannte Versorgungslage in den USA, warnt jedoch vor dem Risiko einer schwachen chinesischen Ölnachfrage.

Auf der Angebotsseite bleibt unklar, wie lange der Produktionsausfall in Nigeria andauert und welche Auswirkungen die Probleme an der Pernis-Raffinerie in Europa haben werden. In den USA könnten Tropenstürme und Hurrikans die Produktion beeinträchtigen, da die Hurrikan-Saison begonnen hat. Zusätzlich könnten geopolitische Spannungen, wie die Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien und der Nahostkonflikt, die Preise weiter beeinflussen.

Börsendaten 21.06.2024 um 08:30
ICE-Gasoil JUL: 786.00$
ICE-Brent AUG: 85.75$
NY-Rohöl WTI JUL: 81.35$
US-Dollar/CHF: 0.8916
Rheinfracht nach Basel: 22.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Mit Schwung nach oben

Die Gasoil-Kontrakte haben gestern Morgen gegen 10 Uhr mächtig Schwung geholt und konnten dann gleich einen Wiederstand durchbrechen. Somit starten wir heute Morgen deutlich höher in den Tag, als noch gestern bei Preisausgabe gegen 9:30.

Die Stimmung an ICE und NYMEX bleibt zum Ende der Woche Preisstützend. Brent-Rohöl kostet über 85 Dollar je Barrel. Das Jahrestief, das Brent im Mai Richtung 77 Dollar geführt hatte, ist Geschichte. Nachfragesorgen sind zwar nicht aus der Welt, jedoch deutlich in den Hintergrund gedrängt. Stattdessen erwarteten die Marktteilnehmer jetzt eine Angebotsknappheit im zweiten Halbjahr. Der Ölkonzern Shell hat am Dienstag an der Pernis-Raffinerie in den Niederlanden eine Anlage heruntergefahren, die unter anderem zur Herstellung von Dieselkraftstoff benötigt wird. Darüber hinaus soll eine Anlage zur Destillation von Rohöl nicht im Vollbetrieb gelaufen sein.

Zudem ist in dieser Jahreszeit immer ein Auge auf den Rhein gerichtet. Die steigenden Frachten sind unvermeidbar, wenn der Pegel sinkt und die Schiffe weniger zuladen können.

Die Notierungen an den Ölbörsen starten heute Morgen leicht unterhalb ihrer gestrigen Tageshochs und tendieren zur Stunde abwärts. Ob dem Aufwärtsdrang bereits die Luft ausgeht, muss der Handelstag zeigen.

Börsendaten 20.06.2024 um 8:40
ICE-Gasoil Juli 789.50
ICE-Brent August: 85.16
NY-Rohöl WTI Juli: 81.42
US-Dollar/CHF: 0.8838
Rheinfracht nach Basel: 22.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Marktlage bleibt bullisch

Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben stabil auf hohem Niveau, trotz eines unerwartet deutlichen Anstiegs der Rohölbestände laut API-Daten. Der Markt fokussiert sich auf die erwartete Angebotsknappheit im zweiten Halbjahr, die mit der unsicheren Kürzungspolitik der OPEC+ zusammenhängt. OPEC+ hatte ursprünglich beschlossen, die freiwilligen Kürzungen ab Oktober zurückzuführen, bezeichnete dies aber später als optional und abhängig von den Marktbedingungen. Daher wird angenommen, dass die Kürzungen vorerst fortgesetzt werden.

Warren Patterson von ING erwartet baldige Anzeichen einer physischen Verknappung und prognostiziert ein Defizit im nächsten Quartal, wobei die Nachfrage und schwache Raffineriemargen entscheidend sind. ANZ sieht zudem einen allgemein risikofreudigen Ton an den globalen Märkten und spekuliert auf eine schnellere Zinssenkung der Fed, trotz enttäuschender Einzelhandelsumsätze in den USA.

Im Nahen Osten verschärft sich der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah, was das Risiko von Unterbrechungen der Öllieferketten erhöht. Marktstrategen wie Yeap Jun Rong betonen die anhaltende Gefahr eines breiteren Konflikts, der die Ölpreise stützen könnte.

Insgesamt dominieren fundamental bullishe Faktoren die Marktlage, trotz vorhandener bearishen Aspekte. Heute wird aufgrund eines US-Feiertages mit geringem Handelsvolumen und erhöhter Volatilität gerechnet. Inländisch steigen die Preise weiter aufgrund der starken Preisanstiege vom Vortag.

Börsendaten 19.06.2024 um 08:39 Uhr

ICE-Gasoil JUL: 785.25$
ICE-Brent AUG: 85.06$
NY-Rohöl WTI JUL: 81.31$
US-Dollar/CHF: 0.8844

Rheinfracht nach Basel: 22.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Folgt Nach dem starken Preisanstieg von gestern eine Verschnaufpause?

Nach dem starken Preisanstieg von gestern legen die Notierungen an ICE und NYMEX heute früh zunächst eine Verschnaufpause ein und gaben im asiatisch geprägten frühen Handel etwas nach.

Trotz gemischter Aussichten bezüglich der Nachfrageentwicklung gibt die Aussicht auf eine knapper werdende Angebotslage den Ölfutures Rückenwind – insbesondere auch deshalb, weil die OPEC+ ihren jüngsten Beschluss zur Förderanhebung ab Oktober inzwischen relativiert hat. Entsprechend handelt Brent heute wieder über 84 Dollar und WTI hat den Sprung zurück über 80 Dollar geschafft.

Während die Marktteilnehmer nun dank der OPEC+ wieder mit einem knappen Angebot in der zweiten Jahreshälfte rechnen, sind die allgegenwärtigen Nachfragesorgen etwas in den Hintergrund getreten. Dennoch bleibt die Entwicklung in China unsicher und schien zuletzt schwächer als erhofft. Es gibt Anzeichen für einen rückläufigen Benzinverbrauch in Indien und eine langsamere Raffinerieaktivität in China. Darüber hinaus haben Konjunkturdaten vom Montag gezeigt, dass die chinesische Industrietätigkeit nur schleppend zunimmt.

In Bezug auf die US-Nachfrage bleibt die Politik der US-Notenbank am Markt ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Es ist nach wie vor unklar, wann und in welchem Umfang die Fed beabsichtigt, ihre Zinsen zu senken. Höhere Zinsen belasten tendenziell die Ölnachfrage, weshalb die Trader auf eine schnelle Zinswende hoffen. Da die Fed jedoch kürzlich erneut betont hat, dass ihre Zinspolitik stark datenabhängig sei, werden die Anleger heute wahrscheinlich besonders auf die US-Konjunkturdaten aus dem Einzelhandel und der Industrie achten.

Insgesamt scheinen die Anleger in dieser Woche den bullishen Angebotsprognosen mehr Beachtung zu schenken als den bearishen Nachfrageaussichten. Fundamentale Faktoren halten sich jedoch insgesamt die Waage, sodass die neutrale Einschätzung zunächst beibehalten werden kann.

Bei den Inlandspreisen setzen sich heute rein rechnerisch dennoch deutliche Preisaufschläge im Vergleich zu Montagvormittag durch. Dies ist zum einen auf den gestrigen Preisanstieg bei ICE Gasoil zurückzuführen.

Börsendaten 18.06.2024 um 08:35

ICE-Gasoil JUL: 769.50$
ICE-Brent AUG: 84.11$
NY-Rohöl WTI JUL: 80.18$
US-Dollar/CHF: 0.8897

Rheinfracht nach Basel: 23.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: OPEC+ und globale Faktoren im Fokus

Die Rohölpreise stiegen letzte Woche wieder, nachdem sie in den drei vorhergehenden Wochen gesunken waren und zeitweise die wichtigen Marken von 80 Dollar Brent und 75 Dollar WTI unterschritten hatten.

Trader setzten zunächst auf fallende Preise, nachdem die OPEC+ angekündigt hatte, die freiwilligen Produktionskürzungen ab Oktober schrittweise zurückzuführen. Als die Allianz klarstellte, dass es nur Produktionssteigerungen bei entsprechender Marktlage geben würde, zogen die Preise schnell wieder an.

Analysten von EIA und OPEC erwarten für das dritte Quartal oder das gesamte zweite Halbjahr 2024 ein Angebotsdefizit, was die Preise weiter steigen liess. Zudem zeigte ein Rückgang der US-Inflation im Mai positive Auswirkungen.

Die Hoffnungen auf ein Ende des Krieges im Gazastreifen wurden enttäuscht, da die Hamas Änderungen an einem von den USA vorgeschlagenen Waffenruheplan forderte, was Israel leider als Ablehnung wertete. Im Roten Meer kam es zu Angriffen der Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe, um Solidarität mit den Palästinensern zu zeigen.

Die Konjunkturdaten aus China boten kein klares Bild. Die Industrieproduktion wuchs im Mai schwächer als erwartet, während die Einzelhandelsumsätze stärker stiegen. Bearish wirkten jedoch die Daten zur Rohölverarbeitung der chinesischen Raffinerien, die sowohl im Jahres- als auch im Monatsvergleich einen Rückgang zeigten. Experten gehen davon aus, dass der Rohöldurchsatz in China 2024 stagnieren oder zurückgehen wird, was auf die Krise im Immobiliensektor zurückzuführen ist. Sollte der Rohöldurchsatz tatsächlich sinken, wäre dies der erste Rückgang seit 2004.

Börsendaten 17.06.2024 um 09:27 Uhr

ICE-Gasoil JUL: 762.50$
ICE-Brent AUG: 82.54$
NY-Rohöl WTI JUL: 78.38$
US-Dollar/CHF: 0.8906

Rheinfracht nach Basel: 23.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Rohölmarkt zeigt Aufwärtstendenz trotz negativer Einflüsse

Nach drei aufeinanderfolgenden Wochen sinkender Rohölpreise an ICE und NYMEX zeichnet sich in dieser Woche erstmals wieder die Möglichkeit ab, dass Brent und WTI auf Wochenbasis zulegen könnten. Dies geschieht trotz der negativen Einflüsse des aktuellen Fed-Zinsausblicks und des Anstiegs der US-Ölbestände im Vergleich zur Vorwoche, die zur Wochenmitte die Ölfutures belastet hatten.

Einerseits liegt dies daran, dass Analysten und Händler weiterhin auf eine solide Nachfrageentwicklung über den Sommer hinweg setzen. Andererseits hat die Ankündigung der OPEC+ Anfang Juni, die freiwilligen Zusatzkürzungen einiger Mitglieder bis Oktober zurückzuführen, inzwischen kaum noch eine dämpfende Wirkung. Dies liegt daran, dass die OPEC+ unmittelbar nach ihrer jüngsten Sitzung betonte, dass die Rückführung der Zusatzkürzungen noch nicht endgültig beschlossen sei und von der Marktsituation im Herbst abhängen werde.

Die OPEC, die EIA sowie einige Analysten gehen davon aus, dass der Markt im dritten Quartal bzw. im zweiten Halbjahr ein Angebotsdefizit aufweisen dürfte, was die Ölpreise in dieser Woche ebenfalls stützte. Selbst wenn die zusätzlichen Produktionskürzungen der acht OPEC+-Mitglieder ab Oktober zurückgenommen würden, könnte das zusätzliche Angebot vom Markt möglicherweise ohne grösseren negativen Einfluss absorbiert werden.

Auch geopolitische Entwicklungen unterstützten in dieser Woche leicht die Ölpreise. Die Hoffnungen auf eine Waffenruhe im Gazastreifen, die Anfang der Woche aufgekommen waren, haben sich mittlerweile zerschlagen. Zudem sorgten neue Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer erneut für Aufmerksamkeit.

Börsendaten 07.06.2024 um 08:40
ICE-Gasoil JUL: 764.75$
ICE-Brent AUG: 82.33$
NY-Rohöl WTI JUL: 78.11$
US-Dollar/CHF: 0.8948
Rheinfracht nach Basel: 23.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Fundamentale Faktoren weiterhin stark bullish

Die US Ölbestandsdaten, die aktuellen Monatsberichte und Lockerungen der OPEC, die US Fahrsaison, der Fahrplan der Fed und die Produktionsunterbrechungen am Buzzard Ölfeld sind nur einige Punkte, welche für einen weiteren Anstieg der Ölpreise sprechen. Die grosse Korrektur anfangs letzter Woche ist schon lange wieder glatt gebügelt. Die Preise sind wieder auf dem Niveau vom Mai.

Nachdem der «Böög» dieses Jahr wegen starken Windböen nicht angezündet werden konnte, lässt der Sommer unverhältnismässig lange auf sich warten.

Zuletzt dominierte Hochwasser auf dem Rhein. Teile des Gewässers waren für die Schifffahrt gesperrt. Gewisse Läger in Basel konnten nur noch schlecht als recht versorgt werden. Die Versorgungslage im Benzin war prekär. Man öffnete sogar die Pflichtlager, um den Versorgungsengpass auszugleichen.

Aber der Regen wird nachlassen und die Temperaturen werden ansteigen. Schon am frühen Mittwochmorgen sanken die Pegelstände des Oberrheins laut der Hochwasserzentrale ab Speyer flussabwärts, sodass der Pegel an der Station Maxau auch wieder knapp unter die Hochwassermarke II zurückfiel, bei deren Überschreitung die Schifffahrt gesperrt ist. Laut Daten von heute Morgen sind die Pegelstände bei Speyer und Maxau weiter zurückgegangen. Mit 620 cm bzw. 722 cm liegen die Pegelstände an den beiden Oberrhein-Stationen allerdings weiter über der jeweiligen Hochwassermarke I, sodass trotz der wieder freigegebenen Schifffahrt Einschränkungen gelten und Vorsicht geboten ist.

Das Wetter wird einen unweigerlichen Einfluss auf den Rheinpegel und die Frachtpreise haben. Ein weiterer Punkt für eine bullishe Entwicklung.

Börsendaten 13.06.2024 um 8:40

ICE-Gasoil Juli 749.75

ICE-Brent August: 82.31

NY-Rohöl WTI Juli: 78.23

US-Dollar/CHF: 0.8955

Rheinfracht nach Basel: 23.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Bullishe API-Daten sorgen für Preisaufschläge

Die Ölfutures orientieren sich nach oben, wobei bereits die ersten Widerstände getestet werden. Unterstützend wirken die Bestandsdaten des API sowie die bullischen Monatsberichte von OPEC und EIA.

Die heute um 14:30 Uhr erwarteten Daten zur US-Verbraucherpreisentwicklung im Mai sowie die Pressekonferenz zur aktuellen Zinssitzung des Fed-Offenmarktausschusses dürften die wichtigsten Punkte auf der Agenda der Trader an den Ölmärkten sein. Auch wenn die IEA am Vormittag ihren aktuellen Monatsbericht und im Verlauf des Tages einen mittelfristigen Ausblick für den Energiemarkt herausgeben wird, konnten die gestern veröffentlichten Monatsberichte von OPEC und EIA die Marktteilnehmer angesichts der Sorgen bezüglich der weiteren Zinspolitik der US-Notenbank nicht aus der Reserve locken.

Eine länger als erhoffte Hochzinsphase in den USA würde nicht nur den Dollar stützen, was die in der US-Währung gehandelten Öl-Futures per se weniger attraktiv – weil teurer – für Käufer außerhalb der USA macht, sondern könnte auch die Ölnachfrage durch eine gedämpfte US-Konjunkturentwicklung beeinträchtigen. Der früheste Zeitpunkt für eine erste Zinssenkung in den USA wird derzeit noch auf den September geschätzt.

Zwar plant die US-Regierung gegen Ende des zweiten Halbjahres mehrere Millionen Barrel Rohöl für die strategischen Reserven zu kaufen, doch würde dies die Nachfrage nur bedingt ankurbeln. Die Hoffnungen liegen nun zunächst auf der Sommernachfrage.

Der aktuelle Monatsbericht der OPEC zeigte am gestrigen Dienstag, dass die Rohölproduktion der zwölf OPEC-Länder im Mai zwar um 29.000 B/T auf 26,63 Mio. B/T zunahm, die Fördermenge der OPEC+-Produzenten insgesamt jedoch um 123.000 B/T sank. Dies lag vor allem an den niedrigeren Produktionsmengen Russlands und Kasachstans. Das OPEC-Mitglied Irak produzierte hingegen erneut mehr Rohöl als vereinbart. Das Angebot des zweitgrössten Ölproduzenten der Organisation könnte in naher Zukunft wieder zunehmen, sollte es zu einer Wiederaufnahme der Rohölexporte über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline kommen.

Börsendaten 12.06.2024 um 08:32

ICE-Gasoil JUN: 754.75$
ICE-Brent AUG: 82.43$
NY-Rohöl WTI JUL: 78.52$
US-Dollar/CHF: 0.8972

Rheinfracht nach Basel: 23.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Hoffnung auf starke Sommernachfrage treibt Preise nach oben

Der Ölmarkt zeigt sich derzeit von einer Mischung aus Hoffnung und Unsicherheit geprägt, was zu starken Schwankungen in beide Richtungen führen kann. Nachdem die Kurse in der vergangenen Woche stark eingebrochen sind, deutete sich eine Korrektur an, die gestern möglicherweise mit einer späten Rallye abgeschlossen wurde.

Eine der treibenden Kräfte hinter den aktuellen Preisbewegungen sind die Erwartungen an eine starke Sommernachfrage. Besonders im dritten Quartal könnte es zu einer Unterversorgung kommen, was die Preise stützt. Laut den Prognosen von Goldman Sachs könnte das Defizit in diesem Zeitraum bei 1,3 Millionen Barrel pro Tag liegen.

Ob die Nachfrage den hohen Erwartungen gerecht wird, müssen die Daten der kommenden Wochen und Monate zeigen. Ein wichtiger Indikator wird der EIA Monatsreport sein, der heute Abend veröffentlicht wird. Dieser Bericht dürfte detaillierte Einblicke in die aktuelle Datenlage bieten. Sollten die Ergebnisse enttäuschen, könnte dies zu einem schnellen Rückgang der Preise führen.

Die USA haben angekündigt, Käufe für ihre strategischen Reserven vorzunehmen, was die Nachfrage weiter ankurbeln wird. Ziel ist es, die Reserven mit Öl für unter 79 Dollar pro Barrel aufzufüllen, was dazu führt, dass Preisrückgänge unter dieses Niveau immer wieder auf Kaufinteresse stossen. Auch die OPEC+ hat in der letzten Woche deutlich gemacht, dass sie bereit ist, Massnahmen zu ergreifen, um eine Abwärtsbewegung des Marktes zu verhindern. Die Entscheidung, die Produktionskürzungen ab Oktober zurückzuführen, könnte bei Bedarf wieder rückgängig gemacht werden.

Die Strategien der OPEC+ und des US-Energieministeriums setzen somit eine Untergrenze für die Preise, während der Markt gespannt auf den EIA Monatsreport wartet. Gleichzeitig stehen am Mittwoch wichtige Entscheidungen der Fed sowie die Veröffentlichung der Verbraucherpreisindizes an, die zu einer volatilen Woche führen könnten. Es ist zu erwarten, dass sich die Händler im Vorfeld dieser Ereignisse mit grösseren Risikopositionen zurückhalten werden.

Börsendaten 11.06.2024 um 08:28 Uhr

ICE-Gasoil JUN: 741.75$
ICE-Brent AUG: 81.71$
NY-Rohöl WTI JUL: 77.86$
US-Dollar/CHF: 0.8965

Rheinfracht nach Basel: 22.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Fed-Entscheidung und OPEC+ im Fokus

Der Devisenhandel dominierte die Finanzmärkte in der vergangenen Woche. Die Entscheidung der Fed, die Zinssätze zu senken, könnte sich weiter verzögern, nachdem die Arbeitsmarktdaten am Freitag deutlich besser als erwartet ausfielen.

Ökonomen erwarten von einer Zinssenkung positive Impulse für das Wirtschaftswachstum und damit auch für die Ölnachfrage. Doch die positiven Arbeitsmarktdaten deuten ebenfalls auf eine robuste Ölnachfrage hin. Diese blieb bisher jedoch eher enttäuschend, wie die schwachen Daten des DOE zeigen. In der letzten Woche wurde ein Rückgang der Benzinnachfrage auf 8,95 Mio. B/T gemeldet, was zu Beginn der Sommersaison deutlich unter den Vorjahreswerten von 9,2 Mio. B/T in 2022 und 2023 liegt.

Deshalb steht die OPEC+ scheinbar unter Druck, nachdem sie in der Vorwoche die Rückführung der freiwilligen Produktionskürzungen ab Oktober angekündigt hatte. Die Gruppe hat dies erkannt und versucht nun, die bearishen Auswirkungen einer Produktionssteigerung zu mildern. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Beschluss rückgängig gemacht wird, wenn der Markt dies erfordert, so die Botschaft.

Die FGE-Analysten schätzt die Lage aktuell wie folgt ein: „Wir erwarten weiterhin, dass der Markt zulegt und die Preise mittlere 80-Dollar-Preise erreichen, während wir ins dritte Quartal kommen. Der Markt wird wahrscheinlich überzeugende Signale einer Verknappung der vorläufigen Ölbestände zeigen,“ so die Einschätzung der Experten. Sie verweisen zudem auf die gestiegenen Ölbestände der OECD-Länder, die im Mai um etwa 48 Mio. Barrel zugenommen haben sollen, was deutlich mehr ist als in der Vor-Coronazeit. Zwischen 2015 und 2019 legten die Bestände im Mai lediglich um 30 Mio. Barrel zu.

Die OPEC+ hat den bearishen Effekt ihrer Entscheidung vom letzten Wochenende weitgehend abmildern können. Die Botschaft ist klar: Wenn die Preise weiter fallen, werden die Kürzungen beibehalten. Für Trader wird entscheidend sein, wie sich die Nachfrage entwickelt und ob der erwartete Anstieg in diesem Jahr eintritt. Ansonsten dürfte der Markt keinen Spielraum für Lockerungen der OPEC+ haben – insbesondere wenn die Exporte über Ceyhan-Pipeline in den kommenden Wochen tatsächlich Realität werden sollten.

Börsendaten 10.06.2024 um 08:34

ICE-Gasoil JUN: 728.00$
ICE-Brent AUG: 79.86$
NY-Rohöl WTI JUL: 75.74$
US-Dollar/CHF: 0.8980

Rheinfracht nach Basel: 19.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: OPEC+ und Zinspolitik beeinflussen Preisentwicklung

Die Ankündigung der OPEC+ am Sonntag, dass die freiwilligen Zusatzkürzungen, die acht Länder der Allianz seit Anfang des Jahres umsetzen (oder umsetzen wollten), voraussichtlich ab Oktober zurückgefahren werden, hatte bereits zu Wochenbeginn die Ölpreise belastet. Dies geschah trotz der Entscheidung, die für die gesamte OPEC+ vereinbarten Kürzungen bis Ende 2025 zu verlängern. Die gestrige Aussage des saudischen Energieministers, dass die freiwilligen Zusatzkürzungen nur dann gelockert werden, wenn es der Markt erlaube, stützte die Preise wieder etwas. Die Allianz betont schon lange, dass sie flexibel auf die jeweilige Marktsituation reagieren werde.

Die am Donnerstag von der EZB beschlossene Zinssenkung um 25 Basispunkte war keine Überraschung, da sie von den meisten Marktteilnehmern erwartet worden war. Zusammen mit den erneut schwächer als erwarteten Konjunkturdaten aus den USA verstärkte sie jedoch die Hoffnung, dass die Fed bald nachziehen könnte. Vor einigen Wochen hatten Investoren an den Kapitalmärkten noch daran gezweifelt, dass eine erste Zinssenkung in den USA vor Jahresende kommen würde, doch mittlerweile gilt sogar der September als möglicher Termin für den Beginn des Fed-Zinssenkungszyklus.

Davon würde die US-Wirtschaft und somit auch die Ölnachfrage in den USA profitieren, zumindest vorübergehend. Eine zu frühe Zinssenkung birgt jedoch das Risiko, dass die Inflation, die die Notenbanken eigentlich wieder auf das Ziel von 2 Prozent senken wollen, wieder ansteigt und das ganze Problem von vorne beginnt.

Heute Morgen dominieren jedoch die Hoffnungen auf eine frühere Zinssenkung der Fed, sodass sich die Ölpreise weiterhin stabil zeigen. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen derzeit im Vergleich zu den gestrigen Erhebungspreisen weiterhin ein Aufwärtspotenzial an.

Börsendaten 07.06.2024 um 08:36
ICE-Gasoil JUN: 723.25$
ICE-Brent AUG: 79.94$
NY-Rohöl WTI JUL: 75.66$
US-Dollar/CHF: 0.8897
Rheinfracht nach Basel: 19.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Technische Korrektur nach turbulenter Woche

Die stark gefallenen Preise zum Wochenstart korrigierten am Dienstag nochmals weiter nach unten. Gestern erfolgte dann die Stabilisierung und heute Morgen starten wir etwas höher in den Tag. Kann gut sein dass eine weitere Korrektur auf die letzten Kursverluste folgt.

Die leicht bullishe Tendenz der Charttechnik von gestern wurde an den Ölbörsen in Kursanstiegen umgesetzt. Mit diesen ergeben sich bei den Rohöl-Charts Brent und WTI heute Vormittag nun Umkehrformationen in Form von „Bullish Engulfings“, die ein Ende der Abwärtsbewegung andeuten. Bei Gasoil hat sich die Umkehrformation „Hammer“ ausgebildet, die ebenso für einen Trendwechsel spricht. Die stark überverkaufte Konstellation hat sich etwas abgeschwächt, was an der Rückkehr der Kurse in das Bollinger Band zu erkennen ist.

Die gestern mit Spannung erwarteten DOE Zahlen des Energieministeriums führten zu einer unlogischen Reaktion an den Märkten. Obwohl das Ministerium einen Anstieg der Ölbestände für die erste Woche der US-Fahrsaison bekanntgegeben hat, setzte sich die technische Korrektur in aller Stärke durch und liess die Preise ansteigen. Die Händler haben technische Gründe gefunden, um zu kaufen. Neben diesen technischen Gründen dürften die Preise jedoch auch die zuletzt wieder zunehmende Hoffnung der Marktteilnehmer darauf gestützt haben, dass die US-Notenbank womöglich doch schon im September erstmals eine Zinssenkung beschliessen könnte.

Einen weiteren Preisrückgang dürfte gestern auch die Meldung verhindert haben, dass die Produktion von Forties-Rohöl am Nordsee-Ölfeld Buzzard unterbrochen ist. Da dies Experten zufolge zu Verzögerungen bei den für Juni geplanten Verladungen der Rohölsorte führen dürfte und vor allem noch die Frage ist, wann die Förderung wieder aufgenommen wird, könnte dies einem leichten Angebotsüberschuss entgegenwirken. 

Börsendaten 6.6.2024 um 8:15

ICE-Gasoil Juni 711.50

ICE-Brent August: 78.73

NY-Rohöl WTI Juli: 74.45

US-Dollar/CHF: 0.8915

Rheinfracht nach Basel: 19.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Weiterhin attraktives Preiseniveau

Die Preise für Brenn- und Treibstoffe sind heute Morgen etwas auf dem gleichen Niveau wie gestern zu Tagesschluss. Dieses Einkaufsfenster wie lange es auch offen sein mag, sollte unbedingt genutzt werden. Erfahrungsgemäss kann es nach einem Preisrückgang genauso schnell wieder zu einem Preisanstieg führen.

An den Ölmärkten wartet man heute gespannt auf den wöchentlichen Ölmarktbericht des US-Energieministeriums (DOE), der um 16:30 Uhr veröffentlicht wird. Dieser Bericht wird Einblicke in die Entwicklung der Nachfrage des weltweit grössten Ölkonsumenten in der ersten Woche der Fahrsaison geben. Diese beginnt (zumindest inoffiziell) mit dem verlängerten Memorial-Day-Wochenende. Die gestern vom API veröffentlichten Bestandsdaten deuten jedoch darauf hin, dass die Nachfrage enttäuschen könnte. Sowohl bei Rohöl als auch bei Destillaten und Benzin sollen dem Interessenverband zufolge umfangreiche Bestandsaufbauten erfolgt sein. Sollte die US-Nachfrage in der vergangenen Woche tatsächlich schwächer ausgefallen sein als erhofft, würden dies die Nachfragesorgen verstärken und die Ölpreise erneut unter Druck geraten lassen.

Von der Angebotsseite her dämpft die Aussicht auf eine Lockerung der freiwilligen Zusatzkürzungen einiger OPEC+-Länder ab Oktober weiterhin das Aufwärtspotenzial der Ölpreise. Obwohl bis dahin noch viel passieren kann, betonte das Bündnis nach seiner jüngsten Sitzung erneut, dass man flexibel auf die Entwicklungen am Markt reagieren werde. Erste Schätzungen zur Ölproduktion der OPEC für Mai, die auf einen Anstieg der gesamten Fördermenge hindeuten, belasten die Ölfutures an ICE und NYMEX aktuell zusätzlich zu den angekündigten Lockerungen.

Börsendaten 05.06.2024 um 08:47

ICE-Gasoil JUN: 705.00$
ICE-Brent AUG: 77.49$
NY-Rohöl WTI JUL: 73.18$
US-Dollar/CHF: 0.8918

Rheinfracht nach Basel: 17.75

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ein neues Einkaufsfenster öffnet sich

Die Ölpreise erreichten gestern neue Langzeittiefs, nachdem die OPEC+ angekündigt hatte, ihre freiwilligen Produktionskürzungen ab Oktober zurückzufahren. Diese Nachricht schürte Ängste vor einem Überangebot, was die Preise weiter unter Druck setzte. Aus diesem Grund öffnet sich heute ein sehr attraktives Einkaufsfenster, das sicherlich günstige Gelegenheiten für Zukäufe bietet.

Der Markt steht vor einem doppelten Dilemma. Auf der Angebotsseite belastet die Entscheidung der OPEC+, einige Produktionskürzungen abzubauen, die Preise. Auf der Nachfrageseite enttäuschten schwächer als erwartete US-Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe die Marktteilnehmer.

Seit Anfang April sinken die Ölpreise kontinuierlich, da geopolitische Risiken in den Hintergrund treten und Nachfragesorgen zunehmen. Die aktuelle Marktsituation zeigt, dass das Angebot nicht mehr als knapp eingeschätzt wird wie zu Beginn des Jahres. Dies spiegelt sich auch in der zurückgehenden Backwardation wider, die sich bald in ein bearishes Contango umkehren könnte.

Der grösste Belastungsfaktor für die Ölpreise bleibt aktuell die Entwicklung der Nachfrage. Neben den anhaltenden Sorgen über die Nachfrageentwicklung in China bereitet auch die schwache US-Nachfrage Kopfzerbrechen. Die saisonale Nachfrage blieb hinter den Erwartungen zurück, was die Marktteilnehmer besonders beunruhigt.

Diese Woche richten sich alle Augen auf die US-Ölbestandsdaten, die erstmals Zahlen zur Memorial-Day-Woche enthalten. Der Memorial Day markiert traditionell den Beginn der US-Fahrsaison, die üblicherweise mit einem deutlichen Anstieg der Benzinnachfrage einhergeht.

Börsendaten 04.06.2024 um 08:40 Uhr

ICE-Gasoil JUN: 701.00$

ICE-Brent AUG: 77.65$

NY-Rohöl WTI JUL: 73.36$

US-Dollar/CHF: 0.8967

Rheinfracht nach Basel: 17.75

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